Das NSFNET - der Nachfolger von MILNET

 

 

Anfang der Siebzigerjahre wurden an das bis dahin rein militärische ARPANET die ersten Universitäten und Hochschulen angeschlossen, sodass es 1971 schon 15 Knoten, so nennt man die im Netz angeschlossenen Computer, und 1972 schon 37 Knoten gab.

Zu diesem  Zeitpunkt verlor das ARPANET mehr und mehr seine ursprünglich militärische Bedeutung. Es wurde  hauptsächlich zur Kommunikation zwischen den Forschern und Wissenschaftlern der Universitäten genutzt. Außerdem waren noch weitere staatliche Organisationen angeschlossen.

Zehn Jahre später war aus dem ursprünglich rein amerikanischen schon ein internationales Netzwerk geworden. Da sich mehr und mehr kleine Netzwerke aus der ganzen Welt dem ARPANET anschlossen, stiegen die amerikanischen Militärs schließlich aus und bauten sich 1983 mit dem MILNET wieder ein eigenes rein militärisches Nachrichtennetz auf. Das ARPANET existierte noch eine Zeit lang weiter.

Mitte der Achtzigerjahre baute die NSF, das ist eine nationale wissenschaftliche Stiftung der Vereinigten Staaten von Amerika (National Science Foundation), ein neues Netz auf. Dieses Netz mit fünf extrem teuren Supercomputern, das zunächst nur fünf große amerikanische Universitäten zu Forschungszwecken untereinander verband, sollte mit dem ARPANET verbunden werden. 
Es gab jedoch etliche technische und bürokratische Schwierigkeiten, sodass man sich schließlich entschied, ein eigenes unabhängiges Netzwerk mit der Bezeichnung NSFNET einzurichten.
                                                                                                                             
  Grafik: NSFnet           
Dreidimensionale Darstellung des NSFNETs in den USA von 1991 
Das Internet entsteht

Da alle bis dahin weltweit entstandenen kleinen Netzwerke wie das NSFNET über die gleiche „Computersprache“ zur Versendung und Erkennung von Nachrichtenpaketen verfügten – man nennt das auch ein Protokoll – schlossen sich ihm auch bald private Unternehmen an. 
Die Vernetzung aller Netze untereinander war möglich geworden, weil man Anfang der Neunzigerjahre an wichtigen Knotenpunkten so genannte elektronische Brücken (engl. gateways) eingerichtet hatte, die dafür sorgten, dass Nachrichten von einem Netzwerk in das andere gelangen konnten.
Und so entstand das Internet, das man mit „zwischen den Netzen“ übersetzen könnte, denn das lateinische Wort „inter“ heißt „zwischen“. Mit dem Wort Internet ist also letztendlich der weltweite Datenaustausch zwischen vielen einzelnen Netzen gemeint.

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Dieses ist eine Übungswebseite für Kinder zu dem Buch von Ulrich Vogt
"Wie Bonni, Logi und Harald im Internet surfen"
ISBN 3-506-14051-5 Schöningh Verlag Paderborn
© 2001 Ferdinand Schöningh, Paderborn